Glossar

Abfindung / Abfindungsguthaben
 
Für die Beendigung einer Rechtsstellung, z.B. der Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft als Gesellschafter, durch die Gesellschaft zu zahlender Geldbetrag.

Ablieferung

Zeitpunkt, zu dem die Werft bzw. der Verkäufer das Schiff an die Beteiligungsgesellschaft übergibt und das Eigentum auf die Gesellschaft übergeht.

Abschreibung

Nach handelsrechtlichen Vorschriften berechneter Wertverlust eines Vermögensgegenstandes, der keine Auswirkung auf die Liquidität hat, der jedoch als Aufwendung zu einer Minderung des Jahresergebnisses führt (steuerlich: Absetzungen für Abnutzung ''AfA'').

Abwracken

Verschrottung eines Schiffes nach der Betriebsphase.
 
Agio

Preisaufschlag auf den Beteiligungsbetrag, mit dem ein Teil der Vertriebskosten abgedeckt wird.

Anlaufkosten

Kosten, die bei Gründung bzw. Start eines Unternehmens oder Konzeption eines Fonds entstehen (z.B. Kosten für Rechtsberatung, steuerliche Beratung, Notarkosten und andere Gebühren).

Anleger
 
Person, die sich an der Fondsgesellschaft beteiligt. Der Begriff wird zumeist synonym mit Gesellschafter, Kommanditist oder Zeichner verwendet. Seine Haftung ist auf die Höhe der gezeichneten Einlage begrenzt.

Anschlussfinanzierung

Nach Ablauf einer bestehenden Finanzierung sich anschließende Finanzierung.

Anteilsfinanzierung

Persönlicher Kredit, den der Anleger zur teilweisen Finanzierung seiner Fondsbeteiligung aufnimmt und der i.d.R. auf die Bonität des Zeichners abgestellt ist.

Ausflaggung
 
Eintragung eines Schiffes in das Schiffsregister eines anderen Staates, um Betriebskosten wie Personalkosten und Steuern zu reduzieren und nicht den deutschen Bemannungsvorschriften unterworfen zu sein.

Auszahlung

Geldbetrag, den eine Gesellschaft ihren Gesellschaftern auszahlt. Die Auszahlungen einer Kommanditgesellschaft stellen handelsrechtlich und steuerlich sog. Entnahmen dar und können höher oder niedriger als der Gewinn sein.

BaFin

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: Nachfolgebehörde der Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen, das Versicherungswesen und den Wertpapierhandel. Die Veröffentlichung eines Beteiligungsangebotes ist gemäß Verkaufsprospektgesetz erst nach der Prüfung und Gestattung des jeweiligen Verkaufsprospektes durch die BaFin zulässig. Die BaFin prüft hierbei die Vollständigkeit des Verkaufsprospektes; die Mindestangaben sind in der Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung (VermVerkProspV) definiert.

Bareboatchchartervertrag
 
Wird im Rahmen der Ausflaggung zwischen der Einschiffsgesellschaft und einer ihr zu 100 % gehörenden ausländischen Gesellschaft abgeschlossen, um das Schiff in diesem ausländischen Register eintragen zu können.

Bauaufsicht
 

In der Regeln von dem Vertragsreeder beauftragtes Fachpersonal, welches die technisch einwandfreie, korrekte und termingerechte Ausführung des Schiffsbaus auf der Werft überwacht.

Befrachtungskommission
 
Vergütung für die Vermittlung der Charter in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes (z. B. 2,5 %) der Charterrate.

Beirat

Gremium aus drei bis fünf Beiräten, das die Interessen der Kapitalanleger vertritt und mehrheitlich von ihnen aufgestellt und gewählt wird. Unterstützt und berät die Fondsgeschäftsführung nicht im Tagesgeschäft, sondern in wichtigen Fragen der Unternehmenspolitik und berichtet den Anlegern.

Beitritt

Der Anleger tritt der Beteiligungsgesellschaft mit dem in der Beitrittserklärung angegebenen Betrag durch Unterzeichnung bei. Erst durch die Annahme durch den Treuhänder ist der Beitritt wirksam.

Beitrittserklärung

Zeichnungsschein, der dem Beteiligungsprospekt als Anlage beigefügt ist.

Bereederung
 
Technische und kommerzielle Betreuung eines Schiffes, wie Beschaffung und Einsatz des Seepersonals , Organisation von Ersatzteilen und Durchführung von Reparaturen, Abschluss von Versicherungen sowie Verproviantierung. In der Regel gehört auch die Organisation der Beschäftigung des Schiffes zur Bereederung.

Bereederungsvertrag
 
Wird zwischen der Beteiligungsgesellschaft und dem von ihr beauftragten Bereederer (siehe Vertragsreeder) geschlossen und beinhaltet den Umfang der vom Bereederer zu erbringenden Dienstleistungen sowie die Vergütung hierfür.

Beteiligungsgesellschaft

Eigentümergesellschaft, meist in Form einer GmbH & Co. KG.

Beteiligungsprospekt

Erklärende verbindliche Broschüre mit den wesentlichen Eckdaten und Verträgen der angebotenen Beteiligung.

Betriebsergebnis

Ergibt sich aus dem Saldo aus Erträgen und Aufwendungen, also der Differenz zwischen z.B. den Chartereinnahmen und der Summe aus Schiffsbetriebskosten, Werftkosten, Bereederung und Befrachtung, Gesellschaftskosten sowie Zinsaufwendungen.

Betriebskosten

Kosten, die nach Abschluss der Investitionsphase während des laufend Betriebes eines Unternehmens anfallen.

Betriebsphase

Der Zeitraum bei einer Fondsgesellschaft, in der mit dem Fondsobjekt Einnahmen für den Fonds erzielt werden, in der Regel von der Fertigstellung bzw. Ankauf bis zum Zeitpunkt der Veräußerung.

Blind Pool

Ein Anlagekonstrukt, bei dem zum Zeitpunkt der Investition noch nicht das Anlageobjekt und/oder die Investitionssumme feststehen.

Bonität

Zahlungsfähigkeit und -willigkeit von Personen und Unternehmen, die als Basis für deren Kreditwürdigkeit dient.

Break-even Point

Zeitpunkt, zu dem ein Unternehmen von der Verlust- in die Gewinnphase übergeht.

Bruttocharterrate

Im meist standardisierten Chartervertrag zwischen Reederei und Charterer festgelegter Preis für die Überlassung eines Schiffes. Durchweg pro Tag (engl. "per day/p. d.") angegeben.

BRT (Brutto-Register-Tonne)

Gibt die Transportkapazität des Schiffes bei seefester Ladung an.

BRZ (Brutto-Raum-Zahl)

Maß, welches den gesamten umbauten Raum eines Schiffes angibt.

Buchwert

Zum Jahresende in den Geschäftsbüchern des Fonds ausgewiesener Wert eines Wirtschaftsgutes.

Bulker (Bulk-Carrier)

Schiffe für den Transport von Massengut (engl. "bulk") wie Getreide, Erz, Kohle oder Rohöl.

Bunker

Treibstoff für ein Schiff.

Bunkerkosten
 

Treibstoffkosten für ein Schiff.

Capesize

Größenbezeichnung für Schiffe, die aufgrund ihrer Größe nicht mehr durch den Suez-Kanal fahren können und daher das ''Kap der Guten Hoffnung'' umrunden müssen, d.h. Schiffe mit mehr als ca. 150.000 tdw Tragfähigkeit.

Cash-flow

Zahlungsmittelüberschuss, die insbesondere aus dem Jahresabschluss und der Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens abgeleitet wird.

Charterer

Schifffahrtsgesellschaft oder Linienreederei, der ein Schiff vom Eigentümer für einen bestimmten Zeitraum (Time-Charter) gegen Zahlung eines vereinbarten Entgelts zur Nutzung überlassen wird.

Charterrate

"Mietzins" für die Überlassung eines Schiffes. Die Charterrate wird i.d.R. in US-Dollar pro Tag gezahlt. Die Höhe ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig: Schiffstyp und -größe sowie Angebot und Nachfrage in Zusammenhang mit der Weltkonjunktur.

Chartervertrag

Der zwischen der Chartergesellschaft und dem Eigentümer eines Schiffes geschlossene Vertrag, der die Rechte und Pflichten beider Vertragsparteien regelt.

Chemikalientanker

Tanker, deren Tanks darauf ausgelegt sind, Laugen, Säuren und andere aggressive Chemikalien zu transportieren. Je nach Gefährlichkeit der zu befördernden Chemikalien gelten besondere Sicherheitsvorschriften für die Ausstattung der Schiffe.

Container

International standardisierter und registrierter Metallbehälter, der zur Aufnahme unterschiedlicher Frachtgüter (Stück-, Flüssig-, Gefahrgut usw.) geeignet ist.

Containerbrücke

Spezieller landseitiger Kran für den Containerumschlag.

Containerschiff

Schiff zum Transport von Containern.

Containership Association

Solidarfonds von Schiffen zwischen 1.000 und 2.000 TEU in Form einer Versicherung auf Gegenseitigkeit bei schwierigen Marktverhältnissen.

Containerstellplatz(-kapazität)

Die Angabe der Containerstellplätze gibt in etwa die Größe eines Schiffes wieder.

Containerumschlag

Anzahl von Containern, die in einem Hafen von Land an Bord oder umgekehrt geladen werden.

Dockung

Regelmäßig muss ein Schiff für die vorgeschriebenen Wartungsarbeiten in ein Dock einfahren. Hierbei werden z. B. die technischen Anlagen gewartet und der Schutzanstrich der Außenhaut erneuert.

Doppelhüllentanker

Tanker, dessen Schiffsrumpf mit doppelter Bordwand und doppeltem Boden ausgestattet ist. Gegensatz: Einhüllentanker.

Due Diligence (Beteiligungsprüfung)

"Nötige Sorgfalt". Genaue Prüfung des Unternehmens durch Investoren als Basis der Investitionsentscheidung, insbesondere auch die Endphase des Prüfungsprozesses.

dwt (deadweight tons)

Abkürzung für "deadweight tons", auch tdw (tons deadweight) oder dwat (deadweight all told), beschreibt die gesamte Tragfähigkeit eines Schiffes in Tonnen, inbegriffen die Ladung, Treibstoff, Ausrüstung, Proviant, etc.

Dynamar

Renommierte und international anerkannte Ratingagentur für die Schifffahrt. Ratingskala von 1 (sehr gut) bis 10. Eigenkapitalquote (A) Verhältnis zwischen dem Betrag der Finanzierung mit Eigenkapital und dem Investitionsvolumen.

Eigenkapital

Das Kapital, das dem Unternehmen von seinen Eigentümern im Gegensatz zum Fremdkapital ohne zeitliche Begrenzung und ohne feste Verzinsung zur Verfügung gestellt wird.

Eigentümergemeinschaft

Diese Gemeinschaft ist gesetzlich bestimmt und nicht auflösbar. Ein bestellter Verwalter übernimmt die Vertretung der Gemeinschaft. In der Eigentümerversammlung werden Entscheidungen durch Beschluss von der Eigentümergemeinschaft getroffen.

Eintragung in das Handelsregister

In der Regel ist die Treuhandgesellschaft treuhänderisch als Kommanditistin für den Anleger im Handelsregister eingetragen. Gelegentlich ist es für den Anleger jedoch vorteilhaft, direkt im Handelsregister eingetragen zu sein, da bei bestimmten steuerlichen Konstellationen ansonsten die Auszahlungen zu versteuern wären.

Eisklasse

Die Schiffe sind speziell für den Einsatz in nördlichen/arktischen Gewässern gebaut. Viele Bauteile sind verstärkt, teilweise sind die Schiffe sogar als Eisbrecher einsetzbar.

Emission

Allgemeine Bezeichnung für die Ausgabe von Anteilsscheinen.

Emissionshaus

Bank, Kreditinstitut oder Privatgesellschaft, die im Rahmen der Fondsfinanzierung wesentliche Aufgaben, wie z.B. die Beratung bei der Fondskonzeption, Erstellung des Beteiligungsprospektes, Finanzierungsvermittlung und die Ausgabe von Kommanditanteilen übernimmt.

Emissionsprospekt

Der Emissionsprospekt gibt dem Anlageinteressenten ausführliche Informationen über die geplante Investition und ihre prognostizierte Rentabilität. Des Weiteren enthält er Erläuterungen zum rechtlichen und steuerlichen Konzept sowie zu den zugrunde liegenden Leistungsverträgen und Partnern.

Exit

Ausstieg der Investoren aus einer Beteiligung durch den Verkauf von Unternehmensanteilen. Ermöglicht Realisation des Gewinns.

Feederschiff

Leisten Zubringerdienst für Schiffe, die aufgrund ihrer Größe kleinere Häfen nicht anlaufen können.

Festcharter

Hierbei wird ein Vertrag zwischen Schiffseigner und Chartergesellschaft über einen bestimmten Zeitraum mit einer festen Charterrate abgeschlossen.

FEU

Forty-foot equivalent unit (foot = englisches Längenmaß), 40 Fuß (rund zwölf Meter) langer, genormter Container.

Finanzierungs- und Investitionsplan

Der Plan besteht aus zwei Elementen: Die "Mittelherkunft" gibt die Herkunft der für die geplante Investition erforderlichen Mittel (Kommanditeinlagen, Agio und Bankdarlehen) wieder ("Finanzierungsplan"). Unter "Mittelverwendung" wird die Verwendung dieser Mittel für die Durchführung der Investition unter Aufschlüsselung der einzelnen Investitionskosten dargestellt ("Investitionsplan").

Fonds

Für einen bestimmten Zweck gebildete und verwaltete Vermögenswerte.

Fondskapital

Summe der vermittelten Kommanditanteile. Es stellt den wesentlichen Teil des Eigenkapitals der Beteiligungsgesellschaft dar.

Fondsliquidation

Nach Veräußerung der Investitionsobjekte wird der Fonds liquidiert (aufgelöst) und die Gesellschafter erhalten ihrem Gesellschaftsanteil entsprechende Schlusszahlungen.

Fondsmanagement

Mit Führungsaufgaben betrautes Gremium, das das Fondsvermögen verwaltet und gemäß der Anlagepolitik alle Anlageentscheidungen trifft.

Fondsrating

Systematische Bewertung von Fonds. Leistungskriterien sind zum Beispiel Performance und Risiko eines Fonds.

Fondsvolumen

In die Fondsgesellschaft eingebrachtes Kapital der Anleger (Eigenkapital) und Fremdkapital durch Darlehen.

Fremdkapital

Teil der Finanzierung, der über Darlehen bereitgestellt wird. Das Fremdkapital ergibt zusammen mit dem Eigenkapital die zum Erwerb benötigten Finanzmittel.

Fungibilität

Rechtsbegriff für Vertretbarkeit. Bei Fondsgesellschaften ist die Möglichkeit der Veräußerung oder Übertragung von Kommanditanteilen gemeint.

Gear

Ladegeschirr eines Schiffes.

Gearless

Containerschiff ohne bordeigenes Ladegeschirr.

Germanischer Lloyd (GL)

International renommierte Klassifikationsgesellschaft, eine Art TÜV für Schiffsicherheit, -konstruktion, -technik, Meerestechnik, Zertifizierung nach international standardisierten Management und Qualitätssystemen.

Geschlossener Fonds

Gesellschaften, die eine fest definierte Summe, das Fondskapital, zur Finanzierung größerer Investitionsprojekte an mehrere Anleger emittieren.

Gesellschafter

Durch die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds wird der Anleger zum Gesellschafter. Ist der Fonds in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft gegründet, werden die Gesellschafter auch Kommanditisten genannt.

Gesellschafterversammlung

Jährliche, regelmäßige (ordentliche) oder unregelmäßige (außerordentliche) Versammlung der Fondsgesellschafter. Wesentliches, durch den Gesellschaftsvertrag geregeltes Forum der Anlegermitbestimmung. Wird oft im schriftlichen Umlaufverfahren durchgeführt.

Gesellschaftskosten

Verwaltungskosten für die Buchhaltung und die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft, Steuerberatung, Treuhandvergütung sowie die Komplementärvergütung.

Gesellschaftsvertrag

Geschäftsgrundlage für die Kapitalanlage. Regelt insbesondere Unternehmensziel, Kapitaleinlagen, Rechte und Pflichten von Gesellschaftern und Geschäftsführung, Ergebnisverteilung, Informations-, Kontroll- und Mitbestimmungsrechte der Anleger, Anteilsübertragung, Kündigung und Abfindungsguthaben sowie Auflösung (Liquidation) der Beteiligungsgesellschaft.

Gewinnzuweisung

Anteil des Anlegers am handelsrechtlichen und steuerlichen Gewinn der Gesellschaft, der ihm nach der gesellschaftsvertraglich vereinbarten Verteilungsabrede zusteht (prozentualer Gewinn-/ Verlustanteil, meistens in der Höhe seines Anteils am Kommanditkapital).

GmbH & Co. KG

Rechtsform, die in ihrer Konstruktion eine Personengesellschaft und eine Kommanditgesellschaft ist und an der eine GmbH als Komplementärin, d.h. als persönlich haftende Gesellschafterin allein oder zusammen mit anderen Komplementären beteiligt ist.

Gründungskosten

Enthalten Kosten der Gesellschaftsgründung sowie Kosten im Zusammenhang mit der Fondskonzeption und Prospekterstellung.

Haftsumme

Der Betrag, mit dem ein Gesellschafter im Handelsregister eingetragen ist und der die Haftung dieses Gesellschafters gegenüber Gläubigern der Kommanditgesellschaft begrenzt.

Handelsregister (HR)

Öffentlich geführtes Verzeichnis für Kaufleute und Handelsgesellschaften. In das beim Registergericht (Amtsgericht) geführte Handelsregister sind bestimmte Vorgänge einzutragen, deren Eintragungspflicht sich aus dem Handelsgesetzbuch und verschiedenen anderen Gesetzen ergibt.

Handymax-Tanker

Tanker bis zu 50.000 tdw Tragfähigkeit.

Havarie

Schaden an Schiff und / oder Ladung.

IDW S4
 

Grundsätze zur ordnungsgemäßen Beurteilung von Beteiligungsprospekten, welche von dem Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) aufgestellt wurden. Dieser Standard ist nicht zwingend einzuhalten, erleichtert dem Anleger jedoch die Beurteilung eines Prospektes. Der neueste Standard IDW S4 bezieht sich auf Richtigkeit und Klarheit der Prospektangaben einschließlich Plausibilität der Werturteile, der Schlüssigkeit von Folgerungen sowie der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Risiken.

IMO (International Maritime Organisation)

Unterorganisation der UNO zur Erhöhung der maritimen Sicherheit und der Bündelung aller nationalen Anstrengungen in dieser Hinsicht.

Initiatorin

Anbieterin, der allein oder zusammen mit anderen Anbietern ein Investitionsprojekt initiiert oder der öffentlich privates Anlagekapital für ein solches Projekt einwirbt. Auch Emissionshaus genannt.

Interner Zinsfuss (IKV oder IRR)
 

IKV = Interne Kapital-Verzinsung bzw. IRR = Internal Rate of Return: Mathematisches Verfahren zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit. Das Ergebnis nach der internen Zinsfussmethode ist nicht vergleichbar mit der Rendite festverzinslicher Anlageformen, ermöglicht aber den Vergleich zwischen verschiedenen geschlossenen Fonds.

Investitionsplan
 
Planrechnung und wesentlicher Bestandteil der gesamten Unternehmenskonzeption. Er weist die Verwendung der Mittel in der Investitionsphase wie auch deren Herkunft aus. Das Gesamtinvestitionsvolumen muss sich betragsmäßig mit dem Finanzierungsvolumen (Eigen- und Fremdkapital inkl. Agio des Fonds) decken. Aus Vorsichtsgründen wird in ddas Finanzierungsvolumen regelmäßig eine Liquiditätsreserve einkalkuliert.

Investitionsvolumen

Summe aller Investitionskosten.

ISL

Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik.

ISM-Code

International Safety Management Code = internationales Übereinkommen zum Schiffs- und Sicherheitsmanagement. 1987 von der IMO initiierte Auflagen zur Verbesserung von Management und Sicherheit in der weltweiten Schifffahrt. Im Reedereiauftrag prüfen und zertifizieren international tätige Klassifikationsgesellschaften die Erfüllung der ISM-Codes.

ISO

International Standard Organisation. Internationaler Normenausschuss, der u.a. auch Normen für Qualitätsmanagementsysteme veröffentlicht hat.

Kapitalkonto

Dient bei Personengesellschaften dem Ausweis des Eigenkapitals individuell für jeden Gesellschafter und spiegelt die Bewegungen der Kapitaleinzahlung, zugewiesene Ergebnisanteile sowie Auszahlungen bzw. weitere Einlagen wieder.

Kapitalrückfluss

Summe der an den Anleger gezahlten laufenden Auszahlungen, dem Anteil am Verkaufserlös des Schiffes und den Steuerminderungen.

Kaskoversicherung

Versicherung gegen Schäden an Beförderungsmitteln des Versicherungsnehmers, z.B. Schäden am Rumpf oder Zubehör.

Klasse

Die von Klassifikationsgesellschaften erteilte und in Register und Zertifikate eingetrage Klasse definiert die Bauausführung und den Erhaltungszustand von Schiffskörper und Ausrüstung.

Klasseerneuerung

Neuerteilung der Klasse (siehe Klasse).

Klasselauf

Beschränkte Gültigkeitsdauer der Klasse, in der definierte reguläre und außerplanmäßige Besichtigungen zur Neuerteilung der Klasse (Klasseerneuerung) durchgeführt werden.

Klassezeichen

Buchstaben- und Zifferkombination, welche die Bauausführung und den Erhaltungszustand von Schiffskörper und Ausrüstung ausdrückt.

Klassifikationsgesellschaft

Eine Art TÜV für Schiffssicherheit, -konstruktion, -technik und Meerestechnik. Organ für die Zertifizierung nach international standardisierten Management- und Qualitätssystemen (z.B. ISO-Normen).

Knoten (kn)

Schiffsgeschwindigkeitseinheit gemessen in nautischen Meilen (Seemeilen) pro Stunde. 1 Knoten entspricht 1 Seemeile pro Stunde = 1,852 km/h.

Kommanditbeteiligung

Anteil eines Kommanditisten an einer Kommanditbeteiligung. Die Höhe der Kommanditbeteiligung ist i.d.R. für den Anteil des Kommanditisten am Ergebnis (Gewinn oder Verlust) und am Vermögen der Kommanditgesellschaft sowie für die Verwaltungsrechte des Kommanditisten (wie z.B. das Stimmrecht) von Bedeutung.

Kommanditgesellschaft (KG)

Personengesellschaft, die zwei Arten von Gesellschaftern hat: Solche, die unbeschränkt mit ihrem gesamten Vermögen haften (Komplementärin) und solche, deren Haftung auf eine bestimmte, im Handelsregister eingetragene Kapitaleinlage beschränkt ist (Kommanditisten).

Kommanditist

Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (Personengesellschaft), der grundsätzlich nur bis zur Höhe seiner Kommanditeinlage haftet.

Kommanditkapital / Kommanditeinlage

Vom Kommanditisten eingebrachtes Kapital (Wert seiner Einlage in das Unternehmen).

Komplementärin

Vollhaftende Gesellschafterin einer Kommanditgesellschaft. Bei Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. KG ist die Komplementärin eine GmbH und die Haftung ist somit auf das Vermögen der Gesellschaft beschränkt.

Kühlschiff

Spezialschiff für den Transport von leicht verderblichen Lebensmitteln wie Fleischprodukte oder Bananen.

Ladefähigkeit

Maximales Ladegewicht, das ein Schiff aufnehmen kann.

Ladegeschirr

Bordeigene Kräne, die unabhängig von vorhandenen technischen Einrichtungen in kleineren Häfen das Be- und Entladen ermöglichen.

Leistungsbilanz
 
Für geschlossene Fonds werden in der Leistungsbilanz die prospektierten und die realisierten jährlichen und kumulierten Fondsergebnissen dargestellt.

Leverage

Hebelwirkung; durch die Aufnahme von Fremdkapital kann der Gewinn und die Eigenkapitalrentabilität gesteigert werden, solange der Fremdkapitalzinssatz niedriger ist als die durchschnittliche Verzinsung des gesamten eingesetzten Kapitals.

Liniendienst

Im Gegensatz zur Trampschifffahrt der Einsatz von Schiffen nach Fahrplan mit festen Anlaufhäfen und Terminen. Die Häfen werden unabhängig vom Ladungsaufkommen bedient.

Liquidation

Beendigung der laufenden Geschäfte, Einziehung der Forderungen, Umsetzung des übrigen Vermögens in Geld und Befriedigung der Gläubiger einer aufgelösten Gesellschaft (geregelt in §§ 145 bis 158 HGB).

Liquidität

Fähigkeit eines Unternehmens, alle fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Zahlungsmittel können mehr oder weniger liquide sein, je nach dem wie schnell über sie verfügt werden kann.

Liquiditätsreserve

Geldmittelreserve der Beteiligungs- oder einer Fondsgesellschaft für unvorhergesehene Ausgaben.

Lloyd´s Register

Größte Klassifikationsgesellschaft der Welt mit Sitz in London.

LNG-Carrier

Engl.:"Liquified Natural Gas-Carrier";Frachtschiff für den Transport von - durch Atmosphäre und Kühlung - verflüssigtem Gas.

Loss-of-Hire

Wörtlich: Erlösausfall, z. B. aufgrund einer Havarie oder Maschinenschadens.
Dieses Risiko ist begrenzt versicherbar.

Lumpsum

Pauschalfracht, die reiseabhängigen Kosten wie Treibstoffe, Hafen- und Kanalgebühren noch beinhaltet.

Main Port

Haupthafen: Hafen, der in einem Liniendienst regelmäßig und direkt bedient wird.

MARPOL (Marine Pollution)

Internationales Übereinkommen zur Vermeidung von Meeresverschmutzung durch Schiffe.

Massengüter

Bezeichnung für alle losen Schütt- und Flüssiggüter, für die eine Mengenangabe in Stück nicht möglich ist. Zur Trockenladung gehören z.B. Bauxit, Erze und Getreide, zur Tankladung flüssige Chemikalien, Pflanzenöle und Rohöl/Erdöl.
Gegenteil: Stückgüter

Mehrzweckfrachter

Multipurpose-Carrier (MPC): Vielseitig einsetzbare Frachtschiffe, die meisens mit eigenem Ladegeschirr ausgerüstet sind. Können neben Containern auch Stückgut, Massengut und Schüttgut transportieren.

Mindestbeteiligung

Der vom Anleger zu zeichnende Mindestbetrag einer Kommanditbeteiligung.

Mittelverwendungskontrolle

Sicherstellung der zweckgerechten Verwendung der von den Anlegern auf ein Treuhandkonto geleisteten Einlagen durch einen Wirtschaftsprüfer während der Investitionsphase des Fonds. Auskehr der Mittel an Dritte erst nach Erfüllung der im Mittelverwendungskontrollvertragnach definierten Freigabekriterien.

MS

Abkürzung für Motorschiff.

MT

Abkürzung für Motortanker.

Multipurpose-Carrier (MPC)
Deutsch: Mehrzweckfrachter, welches im Gegensatz zu Spezialschiffen wie Containerschiffen, Tankern, Fähren oder Kühlschiffen mehrere Ladungsarten gleichzeitig befördern kann.

Nebenhafen

In Umladung über einen Haupthafen erreichbarer oder nur gelegentlich direkt bedienter Hafen.

Nebenkosten

Alle dem Fonds zusätzlich aufgebürdeten Kosten wie z.B. Agio, Liquiditätsreserven und Vertriebskosten des Emissionshauses.

Nettocharterrate

Nettomiete für ein Schiff nach Abzug von Kommissionen und Bereederungsgebühren von der Bruttocharterrrate.

Nettoraumzahl (NRZ)

Seit 1982 wird die NRZ als Einheit bei der Schiffsvermessung verwendet. Sie gibt die Verwendungsmöglichkeit eines Schiffes an, während die BRZ (Bruttoraumzahl) die Gesamtgröße des Schiffes definiert.

Nettotonnage (NRT)

Rauminhalt des Frachtraums eines Schiffes. Die Tonnagesteuer orientiert sich an der Nettoraumzahl.

OBO-Carrier

Frachter für Erz (engl.: "ore"), Massengüter (engl.: "bulk"), Öl (engl.: "oil").

Off-hire

Zeitraum, in dem ein Schiff keine Beschäftigung hat oder technisch nicht einsetzbar ist.

Offenes Schiffsregister

Schiffsregister, das auch Schiffe aus anderen Staaten aufnimmt und somit ein Ausflaggen von Schiffen ermöglicht. Die Nationalität von Eigentümer und Schiff sind verschieden. Die größten offenen Schiffsregister unterhalten Liberia, Panama und Singapur.

Operation Expenses (Opex)

Bezeichnung für die Schiffsbetriebskosten.

Panamax-Schiffe

Schiff, das mit seinen Größenmaßen noch den Panama-Kanal passieren kann. Dafür geltende maximale Abmessungen: 294,13 m Länge; 32,31 m Breite; 12,04 m Tiefgang.

Performance

Gibt den Wertzuwachs eines Fonds für einen bestimmten Zeitraum an.

Pflichteinlage

Die Pflichteinlage entspricht dem gezeichneten Kapital.

Platzierungsgarantie

Zusicherung gegenüber der Gesellschaft, dass das Fondskapital eines geschlossenen Fonds vollständig gezeichnet wird. Der Garant gewährleistet, dass er oder ein Dritter eventuelle Platzierungsreste zu einem bestimmten Zeitpunkt übernimmt. Dies bedeutet zusätzliche Sicherheit für den Anleger, da der Fonds in jedem Fall geschlossen wird, d. h., dass das Erreichen des Investitionsziels gewährt ist.

Poolbeschäftigung

Einnahmepool: Einnahmen einer ganzen Flotte von Schiffen eines oder mehrerer Reeder und der gleichen Kategorie von Schiffen werden gebündelt und anteilig auf die einzelnen Gesellschaften verteilt, um eine Risikostreuung und Ratenverstetigung zu erreichen.

Portfolio

Menge aller Beteiligungen, die eine Person/Gesellschaft hält. Ziel der Portfoliomischung ist eine Streuung des Risikos auf verschiedene Branchen und Finanzierungsphasen.

Post-Panamax Schiffe

Größenklasse von Schiffen, die aufgrund ihrer Abmessungen nicht den Panama-Kanal passieren können, also größer sind als Panamax-Schiffe.

Private Placement

Platzierung einer Unternehmensbeteiligung innerhalb eines kleinen Anlegerkreises. Dadurch ergeben sich relativ hohe Zeichnungssummen.

Produkten-/Chemikalientanker

Tanker zur Beförderung von Speiseöl, Säuren, Laugen und anderen aggressiven Chemikalien neben reinen Ölprodukten wie Benzin, Gasöl, Dieselöl. Es handelt sich hier um vergleichsweise kleine Tanker mit einer Größe von 16.000 bis 60.000 tdw.

Prognoserechnung

Darstellung der kalkulierten Einnahmenüberschüsse der Fondsgesellschaft, aus denen die prognostizierten Auszahlungen der Fondsgesellschaft an die Anleger geleistet werden sollen. In der steuerlichen Prognose wird auf Basis der prognostizierten Liquiditätsrechnung das voraussichtliche steuerliche Ergebnis dargestellt.

Projektladung

Heterogene Ladungszusammensetzung innerhalb einer Partie, wie z.B. Verladung einer zerlegten Fabrik oder einer Großanlage (Bauteile, Maschinen, Fahrzeuge, Stahlprodukte etc.).

Prospektprüfung

Ein vom Prospektherausgeber in Auftrag gegebener und von einem Wirtschaftsprüfer oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellter Prüfbericht. Die Prospektprüfung hat die Aufgabe, festzustellen, ob der Emissionsprospekt die für die Entscheidung eines Kapitalanlegers wesentlichen Angaben vollständig und richtig enthält (gemäß IDW S4).

Protection and Indemnity (P&I)

Eine Haftpflichtversicherung für Schiffe, die mit sog. P&I-Clubs, Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit, abgeschlossen wird. Versichert werden die Haftpflichtansprüche, die der Reedergesellschaft aus dem operativen Geschäft entstehen.

Publikumsfonds

Fonds, deren Anteile von jedermann frei zugänglich erworben werden können.

Reederei, Reeder

Schiffseigentümerschaft, Schiffseigner. Oft allgemein im Sinne von Schifffahrtsunternehmen.

Reefer

Isolierter Container mit Kühlaggregat (Kühlcontainer).

Reefer Plug

Stromanschluss für Kühlcontainer im Containerschiff oder am Terminal.

Rendite

Es gibt vielfältige Methoden zur Errechnung der Rendite, die häufig nicht miteinander vergleichbar sind. Das finanzmathematische Ergebnis nach der Methode des ''internen Zinsfußes'' ermittelt die Rendite des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals. Die so ermittelte Verzinsung sollte nicht alleiniges Entscheidungskriterium sein, da sie systematische Unschärfen aufweist.

Risikodiversifikation

Risikostreuung: Anlagerisiken werden verteilt, um die Chancen eines Totalverlustes zu reduzieren.

Ro-Ro Schiff

Roll-on-Roll-off. Ro-Ro-Schiffe verfügen über eine Bugklappe oder Heckladerampe und Schienen- oder Straßenfahrzeuge einschließlich Anhänger aufnehmen zu können.

Round-the-World Dienst

Liniendienste, die nicht zwischen zwei Regionen pendeln, sondern die die Welt in eine Richtung (ostwärts oder westwärts) umfahren und so ein Hafennetz bedienen und weltumspannende Transporte anbieten.

Schiffsbetriebskosten

Alle in der Betriebsphase eines Schiffes anfallende Kosten, u.a. Kosten für Bunker, Personal, Ausrüstung, Reparaturen, Schmieröl, Versicherungen, Besichtigungen und sonstige Kosten.

Schiffshypothekendarlehen

Bankdarlehen: Die Darlehensforderung ist - entsprechend einer Immobilienfinanzierung - durch Eintragung einer Schiffshypothek im Seeschiffsregister abgesichert.

Seemeile

Nautisches Längenmaß: 1 SM (NM) = 1,852 km.

Seeschiffsregister

Öffentliches, bei den Amtsgerichten geführtes Register, das über Rechtsverhältnisse an Schiffen Auskunft gibt.

Self Geared / Self Sustained

Schiff mit eigenem Ladegeschirr an Bord und somit unabhängig von landseitigem Ladegeschirr.

Sensitivitätsanalyse

Darstellung der Auswirkung von etwaigen, nicht planbaren oder beeinflussbaren zukünftigen Veränderungen wesentlicher Einflussfaktoren auf künftige Entwicklungen der Wirtschaftlichkeit der Kapitalanlage (unterschiedliche Szenarien).

Service-Geschwindigkeit

Durchschnittliche Geschwindigkeitsperformance eines Schiffes im regulären Betrieb.

Single-Decker

Schiff mit nur einem Deck (dem Wetterdeck). Es gibt keine horizontale Unterteilung des Laderaumes.

Slot

Containerstellplatz auf einem Schiff.

Solas-Abkommen

"Safety of Life at Sea-Convention": Internationale technische Vorschrift, die sicherheitsfördernde bauliche Maßnahmen und Ausrüstungsgegenstände zur Gewährleistung der Leckstabilität und allgemeinen Verbesserung der Schiffssicherheit vorschreibt.

Sondertilgungen

Tilgungen, die außerhalb der vereinbarten regelmäßigen Tilgungen stattfinden. Die mögliche Höhe und die Bedingungen für Sondertilgungen werden im Darlehensvertrag festgelegt.

Spotrate

Charterrate für Einzelreisen in der Schifffahrt.

Steuerliches Ergebnis

Positiver oder negativer Saldo der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) eines Unternehmens unter steuerrechtlichen Bedingungen, welcher vom handelsrechtlichen Ergebnis abweicht. Das steuerliche Ergebnis wird bei einer Personengesellschaft (z.B. KG) den Gesellschaftern anteilig entweder entsprechend der Höhe ihrer Beteiligung oder wie im Gesellschaftsvertrag vereinbart zugewiesen.

Stückgut

Bezeichnung für große, aber einheitlich verpackte Mengen an Stück- oder Schüttgütern, z. B.: Feinbleche, Eisendraht, Maschinen, Paletten und Getreide in Säcken.
Gegenteil: Massengüter

Suezmax

Bezeichnung für Schiffe, die den Suez-Kanal durchfahren können (keine Begrenzung der Schiffslänge; max. Breite/Tiefgang: ca. 70 Meter/ca. 17 Meter). Suezmax-Tanker haben eine Tragfähigkeit von 175.000 tdw.

Szenarien

Planungstechnik, um Chancen und Risiken einer strategischen Entscheidung besser abschätzen zu können. Es werden üblicherweise drei Modelle dargestellt, darunter die beiden Extreme "Best Case" (siehe Best Case) und "Worst Case" (siehe Worst Case) und ein "Real Case" Modell, mit dessen Eintritt man am meisten rechnet.

Tanker

Schiff zum Transport von großen Flüssigkeitsmengen. Unterschieden wird in Rohöl-, Mineralöl-, Gas- und Produktentanker: Panamax (60.000 - 80.000 tdw), Aframax (80.000 - 120.000 tdw), Suezmax (120.000 - 200.000 tdw), VLCC (engl.: "Very Large Crude Carrier": 200.000 - 320.000 tdw), ULCC (engl.: "Ultra Large Crude Carrier": > 320.000 tdw).

tdw

Engl.: "tons deadweight": Tragfähigkeit des Schiffes in Tonnen. Gleichbedeutend mit dwt.

Terminal

Abfertigungsplatz und Hafenumschlagsbetrieb für Schiffe.

Testat

Erklärung eines unabhängigen Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers, die bestätigt, dass die Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung einer Gesellschaft den handels- und steuerrechtlichen Vorschriften entspricht.

TEU (Twenty-foot Equivalent Unit)

Twenty-foot equivalent unit (foot = englisches Längenmaß), 20 Fuß (rund sechs Meter) langer, genormter Container.

Tiefgang

Abstand zwischen dem absolut tiefsten Punkt des Schiffes (Unterkante Kiel) und der tatsächlichen Wasserlinie.

Tilgung

Ab- oder Rückzahlung einer langfristigen Schuld. Die Tilgung erfolgt i.d.R. in viertel- oder halbjährlichen gleichförmigen Raten.

Tilgungsaussetzung

Zeitraum, in dem keine Darlehenstilgung erfolgt.

Timecharter

siehe Zeitcharter

Tonnage

Maßeinheit für Schiffsraum. Seit dem 19. Jahrhundert wird der Rauminhalt (Volumen, nicht Gewicht) des Schiffes in Raum- oder Registertonnen gemessen. Eine Bruttoregistertonne (BRT, engl.: gross registered tonnage/GRT) entspricht dabei 100 Kubikfuß oder rd. 2,83 Kubikmetern.
Nettotonnage (NRT) bezeichnet dagegen nur den Rauminhalt des Frachtraums.
Seit 1982 wird nach Brutto- und Nettoraumzahl (BRZ, NRZ) vermessen.
Von Tonnage spricht man auch, wenn Ladung, Ladungskapazitäten oder Frachtraum gemeint sind.

Tonnagesteuer

Nach § 5a EStG haben Beteiligungsgesellschaften seit dem 1. Januar 1999 die Möglichkeit eine pauschalierte Gewinnermittlung in Abhängigkeit von der im internationalen Schiffsverkehr eingesetzten Tonnage vorzunehmen. Diese Gewinnermittlungsmethode wird als ''Tonnagesteuer'' bezeichnet. Wesentliche Voraussetzungen für den Wechsel zur pauschalierten Gewinnermittlung sind u. a., dass sich die Geschäftsführung der Gesellschaft im Inland befindet, die Bereederung des Schiffes im Inland durchgeführt wird und das Schiff im Wirtschaftsjahr überwiegend in einem deutschen Schiffsregister eingetragen ist. An diese Gewinnermittlungsart ist die Gesellschaft für zehn Jahre gebunden.

Totalgewinn

Positives Ergebnis in der Betriebsphase ohne Verkaufserlös.

Track Record

Erfolgsgeschichte eines Unternehmens, einer Beteiligungsgesellschaft oder einer Einzelperson.

Trampschifffahrt

Die Trampschifffahrt hat keinen festen Fahrplan und nimmt Ladung dort auf, wo sie angeboten wird. Die Frachtraten richten sich nach Angebot und Nachfrage.

Transshipment

Indirekter Transport mit Umladung in einem dritten Hafen.

Treuhandgesellschaft / Treuhänderin

Unternehmen, das treuhänderisch ''im Auftrag und für Rechnung'' eines oder mehrerer Treugeber (Anleger) tätig ist. Der Treuhandvertrag regelt Rechte und Pflichten von Treuhänder und Treugeber. Nach Eintragung der Kommanditisten in das Handelsregister wird die Treuhandschaft in eine Verwaltungstreuhand umgewandelt.

Treuhandvertrag

Regelt Rechte und Pflichten von Treuhänder und Treugeber.

ULCC-Tanker

Engl.: "Ultra Large Crude Carrier": Tanker mit einer Tragfähigkeit ab 320.000 tdw zum Transport von Rohöl.

Umschlag

Be- und Entladen von Ladung im Hafen und auf See.

Unterschiedsbetrag

Im Jahr des Wechsels zur Tonnagesteuer sind der Unterschiedsbetrag zwischen Bruch- und Teilwert des Schiffes sowie sonstige im Betriebsvermögen der Beteiligungsgesellschaft vorhandene stille Reserven festzustellen, die bei der Veräußerung des Schiffes oder im Falle einer Rücknahme der Option zur Tonnagesteuer nach Ablauf der zehnjährigen Bindungsfrist unabhängig vom tatsächlich erzielten Veräußerungserlös zu versteuern sind.

Verholungsreise

Verbringen eines Schiffes von einem Hafen in einen anderen zwecks Antritt einer neuen Zeitcharterbeschäftigung.

Verkaufsprospekt

siehe Emissionsprospekt

Verkehrswert

Marktwert eines bebauten oder unbebauten Grundstücks an einem bestimmten Stichtag.

Verlängerungsoption

Recht einer Vertragspartei (z.B. Mieter), die Laufzeit eines Dauerschuldverhältnisses (z.B. Mietvertrag) durch eine einseitige Erklärung ein- oder mehrmals um bestimmte Zeiträume zu verlängern.

Vertragsreeder

Schifffahrtsunternehmen, welches von der Beteiligungsgesellschaft mit der Bereederung des Schiffes beauftragt wird. Der Vertragsreeder ist für die technische und kommerzielle Betreuung des Schiffes verantwortlich. Der Umfang der Dienstleistung wird im Bereederungsvertrag vereinbart.

Veräußerungserlös

Der Fondsgesellschaft liquiditätsmäßig zufließender Betrag aus dem Verkauf des Veräußerungsgegenstandes.

VLCC

Engl.: "Very Large Crude Carrier": Tanker mit einer Tragfähigkeit zwischen 220.000 und 320.000 tdw zum Transport von Rohöl.

Volatilität

Bezeichnet die erwartete oder historische Schwankungsbreite eines Basiswertes (z.B. Durchschnitt von Zeitcharterraten) während eines bestimmten Zeitraumes.

Vollcontainerschiff

Seeschiff, das in erster Linie für den Transport von Containern konstruiert und gebaut wird.

Vorbereitende Bereederung

Anfallende Aufwendungen vor der Inbetriebnahme eines Schiffes (z.B. Besichtigung, Gutachten, Überführung des Schiffs von der Werft in den Heimathafen etc).

Werft

Betrieb zum Bau und zur Reparatur von Schiffen.

Zeitcharter

Entgeltliche Überlassung eines Schiffes für einen bestimmten Zeitraum.

Zinsbindung

Festschreibung der Zinsen eines Darlehens für einen bestimmten Zeitraum.

Zinsbindungsfrist

Zinsbindungsfristen sind häufig kürzer als die Laufzeit des Darlehens. Nach Ablauf der Zinsbindung kann entweder eine erneute Zins- und Terminvereinbarung erfolgen oder die Zinsen sind danach variabel.

Zinsfestschreibung

Zeitraum, für den eine Kondition (Zins bzw. Zins und Tilgung) festgeschrieben ist.

Zinssatz

Drückt die Höhe der Zinsen in Prozent aus.

Zweitmarkt / Sekundärmarkt

Markt für Gesellschaftsanteile oder Kommanditanteile aus zweiter Hand. Ein geregelter Markt existiert nicht.

Zwischendeck

Unter dem Hauptdeck liegende Decks im Schiff mit Höhen von zwei bis vier Metern, die einen Laderaum horizontal teilen.

Zwischenfinanzierung

Dient zur Überbrückung eines kurzfristigen Kreditbedarfs bis zur Auszahlung der langfristigen Finanzierungsmittel oder bis zur Einwerbung des Eigenkapitals.