Auszahlung
Entnahmen von Liquiditätsüberschüssen, die anteilig auf die Anleger verteilt werden.
Bareboatchchartervertrag
Wird im Rahmen der Ausflaggung zwischen der
Einschiffsgesellschaft und einer ihr zu 100 %
gehörenden ausländischen Gesellschaft
abgeschlossen, um das Schiff in diesem ausländischen Register eintragen zu können.
Beirat
Gremium, das die Interessen der Anleger vertritt und
mehrheitlich von ihnen gewählt wird.
Unterstützt und berät die Fondsgeschäftsführung.
Bereederung
Technisches und kaufmännisches Management eines Schiffes.
Betriebsergebnis
Gewinn oder Verlust als Differenz zwischen
einzahlungswirksamen Erträgen (Zugang liquider Mittel)
und auszahlungswirksamen
Aufwendungen (Abgang liquider Mittel) des Geschäftsjahres.
Im Falle der Schifffahrtgesellschaften
ergibt sich das Betriebsergebnis aus den Nettochartererlösen
abzüglich Schiffsbetriebskosten, Zinsaufwendungen und Gesellschaftskosten.
Buchwert
Wert eines Vermögensgegenstandes in den Geschäftsbüchern oder in der Bilanz eines Unternehmens; bewertet nach den Anschaffungs- und Herstellungskosten, korrigiert um
Abschreibungen und Zuschreibungen entsprechend den handels und steuerrechtlichen
Vorschriften.
Der Buchwert weicht oft vom tatsächlichen erzielbaren Marktpreis oder Verkehrswert ab.
Abschreibungssätze sind nicht immer abhängig von der tatsächlichen Wertminderung.
Bulker / Bulkcarrier
Schiff für den Transport von Massengut (Engl.: bulk).
Hierzu zählen z. B. Getreide, Erz oder Kohle.
Bunker
Treibstoff für die Hauptmaschine des Schiffes.
Cashflow
Finanzmittelüberschuss eines Geschäftsjahres. Differenz
zwischen einzahlungswirksamen Erträgen
(Zugang liquider Mittel) und auszahlungswirksamen Aufwendungen (Abgang liquider Mittel) des Geschäftsjahres. Wird für Investitionsausgaben, zur Tilgung des Schiffshypothekendarlehens und
zur Gewinnausschüttung verwendet.
Charterer
Linienreederei bzw. Liniendienst, dem ein Schiff für eine festgelegte Zeitspanne zu einem
festgelegten Preis zur Nutzung überlassen wird.
Dockung
Trockenstellen eines Schiffes, um z. B.
Konservierungsarbeiten für Erneuerung der Klasse oder Reparaturen am Rumpf durchführen zu können.
Siehe auch: Klassifikation.
Einschiffsgesellschaft
Gesellschaft, üblicherweise in der Rechtsform der KG, die ein einzelnes Schiff erwirbt und betreibt.
Emissionsprospekt
Angebotsunterlagen mit wesentlichen Eckdaten und Verträgen des Beteiligungsangebotes.
Feeder
Kleineres Containerschiff, das großen Containerschiffen Ladung von kleineren Häfen zuführt und im Gegenzug Ladung von großen Schiffen auf kleinere Häfen verteilt.
(Engl.:
feed = füttern)
FEU
Fourty foot equivalent unit
Maßeinheit für die Ladekapazität von Containerschiffen.
Anzahl der maximal aufzunehmenden 40-Fuß-Container mit einer Länge von
40 Fuß (L / B / H: 12,20 / 2,44 / 2,59 m).
Siehe auch: TEU
Geschlossener Fond
Beteiligungsgesellschaft für eine Investition in
feststehender Höhe.
Ein geschlossener Fonds wird regelmäßig in der
Rechtsform einer Personengesellschaft (z. B. Kommanditgesellschaft) geführt. Ist das erforderliche Kapital eingeworben, wird der Fonds geschlossen, der Kreis der Kapitalanleger ist also begrenzt.
Gewinnzuweisung
Anteil des Anlegers am handelsrechtlichen und steuerlichen Gewinn der Gesellschaft, der ihm nach der
gesellschaftsvertraglich vereinbarten Verteilungsabrede zusteht (prozentualer Gewinn-/ Verlustanteil, meistens in der Höhe seines Anteils am Kommanditkapital).
GmbH & Co. KG
Besondere Ausprägung der im Handelsgesetzbuch (HGB) geregelten Kommanditgesellschaft (KG). Der unbegrenzt
haftende Gesellschafter (Vollhafter, Komplementär, persönlich haftender Gesellschafter (phG))
ist im Gegensatz zur reinen KG keine natürliche Person, sondern eine juristische Person (GmbH).
Übliche Rechtsform bei geschlossenen Fonds.
Siehe auch: Kommanditgesellschaft
Handelsregister (HR)
Öffentliches Verzeichnis beim jeweiligen Amtsgericht.
Registriert werden Vollkaufleute, die ein im
Handelsgesetzbuch (HGB) genanntes Handelsgewerbe betreiben. Im Handelsregister
Abteilung A (HRA) werden Personengesellschaften
(z. B. Kommanditgesellschaft /
KG oder GmbH & Co. KG, offene Handelsgesellschaft / oHG)
eingetragen, in HRB Kapitalgesellschaften (z. B. GmbH, AG).
ISM-Code
International Ship Management Code, auch International Safety Management Code (Internationales Übereinkommen zum Schiffs- bzw. Sicherheitsmanagement).
1987 von der IMO initiierte Auflagen zur Verbesserung von Management und Sicherheit in der weltweiten Schifffahrt. Im
Reedereiauftrag prüfen und zertifizieren (bescheinigen) international tätige Klassifikationsgesellschaften die Erfüllung des ISM-Code.
Klassifikation
Die Einstufung eines Schiffes in einen bestimmten Schiffstyp durch eine Klassifikationsgesellschaft (z. B. Germanischer Lloyd oder DNV). Klassifikationsgesellschaften verlangen in einem meist 5-jährigen Intervall Dockungen des Schiffes, um das Schiff zu begutachten.
Siehe auch: Dockung.
Kommanditgesellschaft (KG)
Personenhandelsgesellschaft, bei der bei einem oder mehreren Gesellschaftern die Haftung gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft auf den Betrag der von ihnen übernommenen Vermögenseinlage beschränkt ist (Kommanditisten).
Bei dem persönlich haftenden Gesellschafter findet eine Beschränkung der Haftung dagegen nicht statt. Vorschriften über die
Kommanditgesellschaft sind in den §§ 161 bis 177a HGB geregelt.
Kommanditist
Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, bei dem die Haftung gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft auf den Betrag der von ihm übernommenen Vermögenseinlage beschränkt ist.
Kommanditkapital
Kapital, das die Kommanditisten insgesamt aufbringen.
Entspricht – ausgenommen Einlagen der
Gründungskommanditisten – dem einzuwerbenden Eigenkapital. Neben dem ggf. in Anspruch genommenen Fremdkapital (Bankdarlehen) wesentlicher Teil des Gesamtkapitals einer
Kommanditgesellschaft / Beteiligungsgesellschaft.
Komplementär
Persönlich haftender Gesellschafter einer
Kommanditgesellschaft.
Linienreederei
Logistikunternehmen, das Haus-zu-Haus-Transporte für Industrie- und Handelskunden organisiert.
Bietet regelmäßige Linienverkehre mit festen Fahrplänen an.
Loss-of-Hire
Wörtlich: Erlösausfall, z. B. aufgrund einer Havarie oder Maschinenschadens.
Dieses Risiko ist begrenzt versicherbar.
Mittelverwendungskontrolle
Kontrolle der Verwendung der von Kapitalanlegern eingezahlten Gelder, z. B. durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Nettocharterrate
Nettomiete für ein Schiff, nach Abzug von Kommissionen und Bereederungsgebühren.
Nettoraumzahl (NRZ)
Angabe zur Schiffsgröße. Siehe: Tonnage, Tonnagesteuer
Panamax
Kurzbezeichnung für Schiffe, die den Panamakanal zwischen Atlantischem und Pazifischem Ozean passieren können. Die Schleusen begrenzen die Schiffsbreite auf 32,2 Meter und die Schiffslänge auf 294,1 Meter bei maximal zwölf Meter Tiefgang.
Postpanamax
Kurzbezeichnung für Schiffe, die den Panamakanal zwischen Atlantischem und Pazifischem Ozean aufgrund ihrer Ausmaße
nicht mehr passieren können.
Es handelt sich dabei i. d. R. um Schiffe mit einer Containerkapazität von mehr
als 5.200 TEU.
Prospektprüfung
Beurteilung eines Beteiligungs- oder Emissionsprospekts, unterlegt durch ein Prospektgutachten.
Reederei
Unternehmen, das Schiffe betreibt bzw. Liniendienste unterhält.
Register
Siehe: Seeschiffsregister.
Schiffsbetriebskosten
Kosten, die während des laufenden Betriebs eines Schiffes anfallen, im wesentlichen Heuern, Proviant, Versicherungen, Instandhaltungen und Reparaturen.
Seeschiffsregister
Öffentliches, bei den Amtsgerichten geführtes Register, das über Rechts- und Besitzverhältnisse von Schiffen Auskunft gibt.
Stille Reserve
Differenz zwischen Buch- und Teilwert eines Wirtschaftsgutes,
die – anders als Rückstellungen oder offene Rücklagen – in der Bilanz eines Unternehmens nicht ausgewiesen wird. Entsteht durch Unterbewertung von Vermögensgegenständen.
Suezmax
Größenbezeichnung für Schiffe, die eine Tragfähigkeit von max. 150.000 tdw haben und daher durch den Suezkanal fahren dürfen. Diese Größe überschreiten heutzutage
ausschließlich Tanker und Bulker.
tdw
Tons dead weight – auch tdw at (tons dead weight all told).
Maximale Tragfähigkeit eines Schiffes mit Ladung in
metrischen Tonnen zu 1.000 kg. Gängige Größenangabe.
Terminal
Umschlagplatz für Container (Frachtgut)
Hafenterminal / Binnenlandterminal.
TEU
Twenty foot equivalent unit
Maßeinheit für die Ladekapazität von Containerschiffen.
Anzahl der maximal aufzunehmenden Standardcontainer mit einer Länge von
20 Fuß (L/B/H: 6,10 m/2,44 m/2,59 m).
Tiefgang
Der Teil des Schiffes, der unter Wasser liegt.
Tonnage
Maßeinheit für Schiffsraum. Seit dem 19. Jahrhundert wird der Rauminhalt (Volumen, nicht Gewicht) des Schiffes in Raum- oder Registertonnen gemessen. Eine Bruttoregistertonne
(BRT, engl.: gross registered tonnage/GRT) entspricht dabei 100 Kubikfuß oder rd. 2,83 Kubikmetern.
Nettotonnage (NRT) bezeichnet dagegen nur den Rauminhalt des Frachtraums.
Seit 1982 wird nach Brutto- und Nettoraumzahl (BRZ, NRZ) vermessen.
Von Tonnage spricht man auch, wenn Ladung, Ladungskapazitäten oder Frachtraum gemeint sind.
Tonnagesteuer
Pauschale Gewinnermittlung bei Betrieb eines Handelsschiffes im internationalen Verkehr.
Seit 1999 in § 5a EStG
geregeltes Wahlrecht. Die Besteuerung ist nicht ertragsabhängig,
sondern am Frachtraum (Tonnage) zu bemessen. Dient der Anpassung der
steuerlichen Bedingungen in der Seeschifffahrt an den internationalen Standard.
Totalüberschuss
Überschuss der über die Laufzeit eines Fonds erzielten
positiven steuerlichen Ergebnisse über die negativen Ergebnisse der einzelnen Geschäftsjahre.
Treugeber
Eine Person, die Eigentum an Sachen und / oder Rechten auf einen Treuhänder überträgt, so dass diesem die volle
Rechtsstellung eines Eigentümers verliehen wird. Wirtschaftlicher Eigentümer bleibt der Treugeber.
Treuhänder
Eine natürliche oder juristische Person, die fremdes
Eigentum in eigenem Namen, aber für fremde Interessen verwaltet.
Treuhandgesellschaft
Unternehmen, das treuhänderisch und uneigennützig im Auftrag und für Rechnung eines oder mehrerer Treugeber (Anleger) tätig ist.
Zweitmarkt / Sekundärmarkt
Markt für Gesellschaftsanteile oder Kommanditanteile aus zweiter Hand. Ein geregelter Markt existiert nicht.
Ocean Partners Shipping investiert in ein modernes 1.700 TEU Vollcontainerschiff
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